Herminator triumphiert in Lake Louise Mit einem sensationellen Triumph meldete sich der Herminator wieder zurück. Mit einer famosen Fahrt schaffte Hermann seinen 54. Weltcupsieg und siegte mit dem beeindruckenden Vorsprung von 0,59 Sekunden vor dem Lokalmatador John Kucera (CAN) und seinem Schweizer Markenkollegen Didier Cuche (+0,68).
Fast der Alte Damit habe ich mein Saisonziel erreicht, denn ich wollte unbedingt noch einmal gewinnen", meinte der überglückliche Herminator. Dabei war er sich lange Zeit nicht sicher, ob es zum Sieg - dem ersten seit jenem vor fast drei Jahren in der Abfahrt am 28. Jänner 2006 in Garmisch - reicht. "Ansatzweise war das wieder der alte Hermann Maier, doch bei ein paar Stellen war schon noch etwas drinnen", meinte Hermann nach seiner spektakulären Fahrt.
Im Finish überragend Oben war Hermann noch knapp hinter Kucera, doch im unteren Teil fuhr er der Konkurrenz auf und davon, nahm Kucera auf etwas mehr als 30 Fahrsekunden gleich 0,79 Sekunden ab und unterstrich seinen Ruf als bester Super-G-Fahrer aller Zeiten (insgesamt 37 Podestplätze, davon 24 Siege, 9 zweite und 4 dritte Plätze).
Richtige Entscheidung "Es war die richtige Entscheidung, hier herzukommen", erinnerte der Herminator aber auch in der Stunde des Triumphes an jenen Rückschlag, der ihn in der Vorbereitung auf die Weltcup-Saison weit zurückgeworfen hatte. Am 13. Oktober erlitt Hermann im Training im Mölltal eine Stauchung, die einen vier Millimeter langen Querriss in der Bandscheibe zwischen viertem und fünftem Lendenwirbel zur Folge hatte.
Einer meiner schönsten Siege "Es ist unverstellbar für mich, dass ich hier gewonnen habe. Ich kann es eigentlich gar nicht glauben, denn die Voraussetzungen dafür waren alles andere als gut. Das ist sicher einer meiner schönsten Weltcup-Siege, ein ganz spezieller Moment, ein wunderschönes Gefühl, wenn man so wieder zurückkommt. Ich bin ja immer wieder abgeschrieben worden", betonte Hermann, der bereits in der Abfahrt am Samstag gemerkt hatte, dass er langsam wieder dorthin kommt, wo er im Sommer beim Übersee-Training in Chile schon gewesen war - in Topform. "Ich bin hier immer besser ins Fahren gekommen. Dazu habe ich auch einen sehr schnellen Ski und das nötige Glück gehabt. Und ich bin voll auf Angriff gefahren, so wie schon lange nicht mehr, vor allem unteren Teil", so der Herminator nach dem Rennen. |